Generationswechsel bei den Jusos: Franziska Thöne übernimmt den Vorsitz
Harburg – Die Jusos Eißendorf-Heimfeld haben einen neuen Vorstand: Bei ihrer Mitgliederversammlung am 22. September im Clubraum des HTB in Eißendorf wurde Franziska Thöne zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie folgt auf P. James Coobs, der die Juso-Gruppe bislang geführt hatte. Mit der neuen Mannschaft wollen die Jusos ihre politische Arbeit in Eißendorf und Heimfeld weiterentwickeln und insbesondere junge Menschen für gesellschaftliches und politisches Engagement gewinnen.
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Kjell Diekmann gewählt. Er übernimmt das Amt von Niklas Jahn. Komplettiert wird der neue Vorstand durch Xavier Seidel als Beisitzer, der auf Nicole Hartmann folgt. Der Wechsel an der Spitze markiert damit auch personell einen Neustart für die örtliche Juso-Gruppe.
Junge Menschen sollen sich stärker einmischen
Die neue Vorsitzende Franziska Thöne will einen besonderen Schwerpunkt auf die Beteiligung junger Menschen legen. „Politik beginnt nicht erst im Rathaus oder im Parlament, sondern direkt vor unserer Haustür. Wir wollen jungen Menschen zeigen, dass ihre Ideen, ihre Kritik und ihre Perspektiven gebraucht werden“, erklärt Thöne. Die Jusos Eißendorf-Heimfeld sollten ein Ort sein, an dem junge Menschen Politik nicht nur diskutieren, sondern selbst mitgestalten könnten.
Der bisherige Vorsitzende P. James Coobs blickt ebenfalls zuversichtlich auf den Wechsel. Er sei stolz auf das gemeinsam Aufgebaute und freue sich, die Verantwortung nun weiterzugeben. Ein politischer Verband lebe davon, dass Menschen Verantwortung übernähmen, neue Ideen einbrächten und anderen den nötigen Raum für eigenes Engagement gäben, erklärte Coobs.
Die Jusos Eißendorf-Heimfeld waren erst 2025 als gemeinsame Gruppe der beiden Stadtteile gegründet worden. Coobs hatte dabei den Vorsitz übernommen, Jahn war zu seinem Stellvertreter gewählt worden.
Veranstaltungen und Aktionen in den Stadtteilen geplant
Mit dem neuen Vorstand wollen die Jusos ihre Präsenz in Eißendorf und Heimfeld weiter ausbauen. Geplant sind politische Diskussions- und Informationsveranstaltungen, Aktionen vor Ort sowie Angebote, die jungen Menschen einen möglichst einfachen Einstieg in politische Arbeit ermöglichen sollen.
Dabei soll nach Angaben der Jusos nicht allein klassische Parteiarbeit im Mittelpunkt stehen. Stattdessen wollen sie mit jungen Menschen über Themen ins Gespräch kommen, die deren Alltag unmittelbar betreffen. Dazu zählen bezahlbares Wohnen, Bildung, Ausbildung und Arbeit ebenso wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gleichberechtigung und die weitere Entwicklung der Stadtteile.
Dass sich die Gruppe bereits zuvor mit konkreten politischen Themen beschäftigt hat, zeigt unter anderem ein Antrag zur Barrierefreiheit innerhalb der SPD-Strukturen, den die Jusos Eißendorf-Heimfeld 2025 auf die Landesebene der Hamburger Jusos gebracht hatten.
Der neu gewählte Vorstand versteht die Wahl deshalb als Auftakt für die weitere politische Arbeit in Eißendorf, Heimfeld und Harburg. Junge Menschen sollen ermutigt werden, ihre Interessen zu vertreten und sich selbst in die Gestaltung ihrer Stadtteile einzubringen. Interessierte sind eingeladen, bei der Juso-Gruppe mitzumachen und deren Veranstaltungen zu besuchen.

Na, ich weiß nicht. Jedes Kind wächst in dem Bewusstsein auf, dass die Alten bestimmen wo es langgeht. Ein junger Mensch von heute kann sich eigentlich nur im Stich gelassen fühlen und resignieren. Zum Beispiel Klimawandel: Jeder interessierte Zehntklässler weiß, was da auf ihn zukommt. Unsere Regierung tut das Gegenteil von dem was nötig wäre.Das Problem zieht sich durch alle Lebensbereiche. In Harburg gibt es keinen Platz für Jugendliche. Entweder man konsumiert, oder man ist unerwünscht. In der Schule werden die Getreidegürtel von Nordamerika durchgekaut, statt lebensnahen Unterricht zu machen. Eigene Bude? Illusorisch!Letztlich präsentiert sich der Staat dem Jugendlichen eher als Gegner denn als Freund. Umso bewundernswerter das Engagement der Jusos, so wenig Grund sie auch haben. Aber letztlich werden aus Jungpolitikern aus der Bezirksebene rundgelutschte Altpolitiker- und was die in der Mehrheit veranstalten, schlägt dem Fass doch die Tasse ins Gesicht.