Gelbes Band in Seevetal: Kleiner Apfelbaum lädt jetzt zum Naschen ein
Hittfeld – Es ist inzwischen fast schon gute Tradition: Bereits zum sechsten Mal beteiligt sich die Gemeinde Seevetal an der Aktion „Gelbes Band“. Das weithin sichtbare Zeichen signalisiert, dass Obst an gekennzeichneten Bäumen kostenlos gepflückt werden darf. In diesem Jahr trägt auch ein kleiner Neuling vor dem Standesamt in Hittfeld das gelbe Band – und obwohl der Apfelbaum noch wachsen will, hängen bereits zahlreiche Früchte an seinen Ästen.
„Letztes Jahr hat dieser kleine Apfelbaum auch schon getragen und dieses Jahr bekommt er das gelbe Band“, freut sich Sabine Strate von der Gemeindeverwaltung, während sie die symbolische Schleife befestigt. Der Baum reicht ihr gerade einmal bis zur Schulter, kann sich mit seiner Ernte aber bereits sehen lassen. 2022 hatte die Firma Otto Dörner den Apfelbaum der Gemeinde Seevetal zum 50-jährigen Jubiläum geschenkt.
„Da ist es nur recht und billig, dass auch alle Einwohner von seinen Früchten profitieren“, sagt Bürgermeisterin Emily Weede lachend. Allerdings dürfte die Ernte vor dem Standesamt schnell vergriffen sein. Deshalb empfiehlt die Bürgermeisterin ausdrücklich auch die zahlreichen weiteren Standorte im Gemeindegebiet.
Rund 250 Obstbäume dürfen in Seevetal abgeerntet werden
Hinter dem „Gelben Band“ steht das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen, kurz ZEHN. Die Aktion soll ein Zeichen für Regionalität, die Wertschätzung von Lebensmitteln und gegen Lebensmittelverschwendung setzen. Seit 2020 koordiniert das ZEHN das Ernteprojekt in Niedersachsen.
Seevetal beteiligt sich mit rund 250 Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen, deren Früchte zur Ernte freigegeben sind. Die Bäume befinden sich unter anderem an den Standorten Kleberland, Up de Heid, Ohlendorfer Straße, Imbuschfeld, Brackeler Straße, Grasdiek, Ohlendorfer Weg, Mühlenbogen, Dunshörn, Natenbergweg, Kolkweg, Auf dem Wittenberg und Hitzenberg.
„Wir freuen uns, wenn Sie an dem Obstreichtum teilhaben“, lädt Emily Weede die Seevetaler ein. Auch kulinarisch hat die Bürgermeisterin bereits eine Empfehlung parat: „Ich selbst habe dieses Jahr schon mal Birnen, Bohnen, Speck gekocht. Schön norddeutsch, kann ich nur empfehlen.“ Damit heißt es in Seevetal nun wieder: ran an das gemeindeeigene Obst.
Beim Pflücken auf gesperrte und beweidete Flächen achten
Wer sich mit Korb oder Tasche auf den Weg zur Ernte macht, sollte allerdings einige Hinweise beachten. Einzelne Flächen mit Obstbäumen können zeitweise beweidet sein und stehen dann kurzfristig nicht für die Ernte zur Verfügung. Auch von frei zugänglichen Flächen der Baumschulen darf kein Obst gepflückt werden.
Weitere Informationen zur Aktion „Gelbes Band“ gibt es beim Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen.
