Bedrohungen, sexuelle Nötigung und Raub: Zwei junge Männer vor Gericht

Stade – Schwere Vorwürfe gegen zwei junge Männer aus einem Strafverfahren, das Buxtehude und Harsefeld betrifft: Ab Mittwoch, 18. November 2026, müssen sich ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Stade verantworten. Die Anklage umfasst unter anderem sexuelle Nötigung, gefährliche Körperverletzung und räuberische Erpressung. Dem älteren Angeklagten werden insgesamt acht Straftaten vorgeworfen, seinem jüngeren Mitangeklagten zwei. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen Januar und Juni 2026 ereignet haben.
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit mehreren Übergriffen auf eine Frau. Nach Angaben des Landgerichts soll der 21-Jährige sie bereits im Januar in Buxtehude mit einer Schreckschusspistole bedroht haben. Einen Monat später soll er dieselbe Frau in Harsefeld mit einem Messer eingeschüchtert und anschließend gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben.
Im April soll der Angeklagte erneut gewalttätig geworden sein. In Buxtehude soll er der Frau einen Finger umgeknickt haben, um sie zur Herausgabe ihres Mobiltelefons zu zwingen. Im Juni soll er sie abermals abgepasst und unter Drohungen die Herausgabe ihres Handys verlangt haben.
Weitere mutmaßliche Opfer und bewaffnete Bedrohungen
Die Anklage umfasst mehrere weitere Gewalttaten. So soll der 21-Jährige im April einen Jugendlichen mit einem Revolver bedroht und ihn aufgefordert haben, ein Video anzufertigen. Anschließend soll er ihn zur Herausgabe seiner Wertgegenstände gezwungen und mehrfach geschlagen haben.
Im Juni soll der Angeklagte einen weiteren Mann geschlagen und bedroht haben, um an dessen Mobiltelefon zu gelangen. Bei einem anderen Mann soll er vergeblich versucht haben, die Herausgabe von Bargeld und eines Handys zu erzwingen. Gemeinsam mit seinem 19-jährigen Mitangeklagten soll er außerdem einen Mann geschlagen und getreten haben.
Ein weiterer Anklagepunkt betrifft eine Auseinandersetzung im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Fahrraddiebstahl. Vier Männer sollen die beiden Angeklagten dabei angetroffen haben. Der 21-Jährige soll daraufhin auf die Männer eingeschlagen haben. Einer der Geschädigten habe einen Faustschlag ins Gesicht erhalten und sei geflüchtet.
Nach Darstellung der Anklage sollen die beiden Angeklagten und zwei bislang unbekannte Mittäter den flüchtenden Mann verfolgt und schließlich umstellt haben. Während einer der Unbekannten ein Messer gezogen haben soll, soll der andere das Mobiltelefon des Opfers an sich genommen haben. Anschließend soll der 21-Jährige den Mann zur Herausgabe seines Bargeldes gezwungen haben.
Fünf Verhandlungstage bis Januar vorgesehen
Der Prozess vor dem Landgericht Stade beginnt am 18. November 2026 um 13 Uhr. Ein weiterer Verhandlungstag ist für den 27. November, ebenfalls um 13 Uhr, vorgesehen. Fortgesetzt werden soll das Verfahren am 14. und 17. Dezember 2026 sowie am 6. Januar 2027, jeweils ab 9.30 Uhr.
Das Gericht muss nun klären, ob sich die zahlreichen Vorwürfe gegen die beiden jungen Männer bestätigen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für beide Angeklagten die Unschuldsvermutung.













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