
A7 und Elbtunnel dicht: Dem Hamburger Süden droht ein Verkehrswochenende mit langen Staus
Hamburg/Harburg – Autofahrer im Hamburger Süden sowie in den Landkreisen Harburg und Stade müssen sich an diesem Wochenende auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Besonders kritisch wird es ab Freitagabend: Die A7 wird einschließlich des Elbtunnels zwischen Stellingen und Heimfeld vollständig gesperrt. Gleichzeitig sorgen zahlreiche weitere Baustellen und Vollsperrungen in Harburg, im Hafen sowie in den Landkreisen Harburg und Stade für zusätzliche Belastungen.
A7 und Elbtunnel ab Freitagabend komplett gesperrt
Von Freitag, 25. September, 22 Uhr, bis Montag, 28. September, 5 Uhr, ist die A7 zwischen Stellingen und Heimfeld in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Damit steht auch der Elbtunnel für den Verkehr nicht zur Verfügung. Erste Rampensperrungen an der Anschlussstelle Volkspark beginnen bereits am Freitagmorgen, weitere Zufahrten werden ab etwa 21 Uhr geschlossen.
Die großräumige Umleitung führt über A1, A21 und B205. Innerhalb Hamburgs wird der Verkehr über die Elbbrücken geführt. Entsprechend hoch ist das Staurisiko auf der A1, der B75, der Wilhelmsburger Reichsstraße und den Elbbrücken. Auch im Harburger Straßennetz und im südlichen Hafenbereich muss mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Schwer- und Großraumtransporte können die gesperrte Strecke nicht passieren. Die Buslinien 150, 250 und 611 fahren während der Vollsperrung ebenfalls nicht durch den Elbtunnel.
In Harburg bleibt zusätzlich der Bereich des Doppelknotens am ZOB eine Belastungsprobe. Die Moorstraße und die südliche Hannoversche Straße sind vollständig gesperrt. Die erste Bauphase soll voraussichtlich bis Februar 2027 dauern. Busse werden über Großmoordamm und Harburger Ring umgeleitet, die Haltestelle Moorstraße entfällt. Engpässe sind insbesondere auf der Buxtehuder Straße/B75, dem Harburger Ring und den Zufahrten zum Bahnhof zu erwarten.
Auf der A25 zwischen Hamburg-Südost und Neuallermöhe-West dauern die Sanierungsarbeiten mit verengten Fahrstreifen und wechselnden Einschränkungen voraussichtlich noch bis Montag, 28. September.
Auch im Hafen bleibt die Verkehrslage angespannt. Der Geh- und Radweg über die Kattwyk-Eisenbahnbrücke ist voraussichtlich bis Mittwoch, 30. September, am späten Nachmittag gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können auf die Straßenbrücke ausweichen. Auf der Köhlbrandbrücke gilt weiterhin eine Gewichtsbeschränkung: Fahrzeuge und Transporte mit einem tatsächlichen Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen dürfen die Brücke nicht benutzen. Für den übrigen Verkehr gelten besondere Abstands- und Überholregeln.
Vollsperrungen auch in den Landkreisen Harburg und Stade
Im Landkreis Harburg bleibt die K60 zwischen Asendorf und Dierkshausen voraussichtlich bis 23. Oktober vollständig gesperrt. Die Umleitung führt über Hanstedt, auch der Busverkehr ist betroffen. In Winsen beginnt am Freitag zudem eine mehrwöchige Vollsperrung im Baustellenbereich der Marktstraße. Die innerstädtische Umleitung ist ausgeschildert, rund um die Innenstadt ist mit zusätzlichem Verkehr zu rechnen.
In Seevetal laufen bis voraussichtlich Ende Oktober abschnittsweise Fahrbahnreparaturen. Betroffen sind unter anderem Kirchstraße, Alter Elbdeich, In der Guten Zeit, Ringstraße, Helmstorfer Straße, Horster Damm und Alte Bahnhofstraße. Weitere Arbeiten gibt es unter anderem am Elbdeich, Höchtweg, Osterberg, Alten Postweg und an der Maschener Schützenstraße. Autofahrer müssen örtlich mit Tempo 30, Engstellen und kurzfristigen Sperrungen rechnen.
Auch im Landkreis Stade bleiben mehrere wichtige Verbindungen betroffen. Auf der B73 zwischen Horneburg und Dollern besteht weiterhin eine abschnittsweise Vollsperrung. Die aktuelle Bauphase in Horneburg soll bis Montag, 28. September, dauern. Der Verkehr wird umgeleitet. Im Busverkehr entfallen teilweise die Haltestellen Issendorfer Straße und Wilhelmstraße.
Die K68 zwischen Hammah und Himmelpforten ist im Bereich Ramels vollständig gesperrt. Die Umleitung verläuft über Forth, B73, Hauptstraße und Bahnhofstraße. Im Busverkehr ist die Sperrung zunächst bis 9. Oktober berücksichtigt, örtlich sind Arbeiten bis Ende Oktober angekündigt.
Auf der K34 an der Twielenflether Chaussee dauert die Vollsperrung wegen Fahrbahnarbeiten voraussichtlich bis Ende November. In Oberndorf sind Zollbaum, Bentwisch und Niederstrich abschnittsweise bis voraussichtlich 2. Oktober gesperrt. Die Buslinie 1070 fährt eine Umleitung, die Haltestellen Zollbaum und Moordeich entfallen.
In Stade wird der Verkehr an der Harburger Straße wegen des Brückenneubaus weiterhin einspurig und mit Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. Vor allem im Berufsverkehr muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Hinzu kommen zeitweise Tagesbaustellen auf Abschnitten der K26 und K38 bei Jork, der K52 und K60 bei Buxtehude sowie der K62 bei Himmelpforten. Die Straßen bleiben überwiegend befahrbar, kurzfristige Engstellen sind jedoch möglich.
Für A1, A26, A39, A261 und B3 ist mit Stand Freitagmorgen keine zusätzliche größere Vollsperrung bestätigt. Gerade die A1 und die südlichen Umleitungsstrecken dürften durch die A7-Sperrung jedoch erheblich stärker belastet werden. Verkehrsteilnehmer sollten mehr Fahrzeit einplanen und die aktuelle Lage unmittelbar vor Fahrtbeginn prüfen, da Sperrzeiten und Verkehrsführungen kurzfristig geändert werden können.
