Politik

Mehr Sicherheit am Köterdamm: Zwei Dialogdisplays sollen Raser bremsen

Finkenwerder – Zu schnelles Fahren sorgt am Köterdamm immer wieder für Ärger und gefährliche Situationen. Obwohl dort Tempo 30 gilt, sind nach Angaben von SPD und Grünen regelmäßig Fahrzeuge deutlich schneller unterwegs. Besonders problematisch: Entlang der ländlich geprägten Straße gibt es weder einen Geh- noch einen Radweg. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer müssen sich die Fahrbahn teilen. Künftig sollen deshalb zwei Dialogdisplays für mehr Aufmerksamkeit und Rücksicht sorgen.

Auf Antrag der SPD- und Grünen-Fraktion werden 7.000 Euro aus dem Gestaltungsfonds für Investitionen für die Anschaffung der beiden Anzeigen bereitgestellt. Die Dialogdisplays sollen durch den Gewerbeverein Finkwarder e. V. am Köterdamm in beiden Fahrtrichtungen aufgestellt werden.

Displays zeigen Autofahrern ihr Tempo direkt an

Die Funktionsweise ist bewusst einfach: Autofahrer sehen unmittelbar, mit welcher Geschwindigkeit sie unterwegs sind und ob sie sich noch im erlaubten Bereich bewegen. Statt Kontrollen oder Strafen steht damit zunächst die Erinnerung an die geltenden 30 Stundenkilometer im Mittelpunkt.

SPD-Bezirksabgeordnete Carina Oestreich betont die besondere Situation vor Ort: „Am Köterdamm teilen sich alle die Fahrbahn – deshalb kommt es besonders auf gegenseitige Rücksicht und angemessenes Tempo an.“ Die Dialogdisplays würden genau dort an das richtige Fahrverhalten erinnern, wo es darauf ankomme.

Auch Sergej Balbuzki, SPD-Bezirksabgeordneter aus Finkenwerder, macht deutlich, dass die Straße aus seiner Sicht kein Ort für hohe Geschwindigkeiten ist. „Der Köterdamm ist keine Rennstrecke, sondern Teil unserer ländlich geprägten Umgebung“, erklärt Balbuzki. Die Einhaltung von Tempo 30 schütze dabei nicht nur Menschen, sondern auch Tiere.

Straße wird auch von Wildtieren gequert

Der Köterdamm liegt in einem ländlichen Umfeld. Dort können nach Angaben der Fraktionen auch Rehe die Straße queren oder Füchse unterwegs sein. Eine reduzierte Geschwindigkeit soll deshalb nicht nur die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöhen, sondern zugleich das Risiko von Zusammenstößen mit Wildtieren verringern.

Birgit Karrasch-Willm von den Grünen verweist ebenfalls auf die fehlenden separaten Wege für Fußgänger und Radfahrer. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Tempo 30 tatsächlich eingehalten werde. Die Dialogdisplays seien eine einfache Möglichkeit, Autofahrer unmittelbar auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam zu machen.

Ob die beiden Anzeigen tatsächlich für dauerhaft niedrigere Geschwindigkeiten sorgen, muss sich nun im Alltag zeigen. Das Ziel ist klar: weniger Tempo, mehr Rücksicht und ein sichererer Köterdamm für alle Verkehrsteilnehmer.

Ein Kommentar

  1. Die Strecke ist bekannt. Sie wird gern als Ausweichstrecke genutzt, wenn es sich auf dem Neßdeich staut. Da zeigt sich dann auch, welch grobstollige Charaktere da unterwegs sind. Die kümmert die Geschwindigkeitsanzeige einen feuchten Schmutz. Die wissen auch ohne die Displays, dass sie zu schnell fahren. Sie tun es vorsätzlich… und mit was für Rammböcken die unterwegs sind, sprengt inzwischen den Rahmen. Ich finde das verantwortungslos.
    Will man wirklich warten, bis es mal richtig ins Auge geht? Das Einzige was helfen würde, sind Sackgassen-Schilder an beiden Enden und ein Poller in der Mitte. Kostet wenig und löst das Problem nachhaltig.

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