Neue Wende nach Schüssen in Heimfeld: Verdächtiger in Neugraben festgenommen
Neugraben – Neue Entwicklung nach den Schüssen im Schwarzenbergpark: Ein 30-jähriger Mann, der nach Angaben der Polizei im Verdacht steht, den Angriff auf einen 45-Jährigen im Juni in Auftrag gegeben zu haben, ist bei einer Durchsuchung in Neugraben festgenommen worden. Einsatzkräfte stellten dabei unter anderem eine scharfe Schusswaffe und rund 20.000 Euro Bargeld sicher.
Die Tat ereignete sich am 15. Juni gegen 12.11 Uhr im Bereich der Schwarzenbergstraße in Heimfeld. Ein 45-Jähriger wurde damals durch einen Schuss am Bein verletzt. Unmittelbar nach den Schüssen hatte die Polizei mit einem Großaufgebot, Diensthunden und dem Polizeihubschrauber „Libelle“ nach möglichen Tätern gesucht. Die Fahndung blieb zunächst ohne Festnahme.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen waren bereits Anfang Juli Wohnungen in Harburg, Neugraben und Meckelfeld durchsucht worden. Dabei wurden zwei scharfe Schusswaffen, Mobiltelefone, geringe Mengen Betäubungsmittel sowie rund 34.000 Euro sichergestellt. Zwei Männer im Alter von 31 und 46 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Gegen den 46-Jährigen erließ ein Haftrichter anschließend einen Haftbefehl, der 31-Jährige kam wieder auf freien Fuß.
Ermittler vermuten Auftrag hinter den Schüssen
Inzwischen geriet ein weiterer Mann ins Visier der Kriminalpolizei. Der 30-Jährige soll nach dem derzeitigen Ermittlungsstand im Verdacht stehen, die Tat vom 15. Juni in Auftrag gegeben zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnanschrift des Mannes in Neugraben. Am Dienstag, 18. August, rückten Einsatzkräfte des Drogendezernats und des für die Region Harburg zuständigen Landeskriminalamts LKA 18 an. Auch das Spezialeinsatzkommando des LKA 24 war an dem Einsatz beteiligt.
In dem Wohnhaus trafen die Einsatzkräfte auch auf den 30-jährigen türkischen Tatverdächtigen. Gegen ihn lagen nach Angaben der Polizei zwei Abschiebehaftbefehle vor. Er wurde deshalb verhaftet, erkennungsdienstlich behandelt und anschließend dem Amt für Migration übergeben.
Zwei weitere Männer bei Durchsuchung festgenommen
In den Räumen hielten sich außerdem zwei weitere Männer im Alter von 31 und 32 Jahren auf. Der 31-jährige türkische Staatsangehörige soll eine Schusswaffe bei sich geführt haben. Wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde er vorläufig festgenommen und nach der erkennungsdienstlichen Behandlung dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Er soll einem Haftrichter vorgeführt werden.
Auch der 32-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Bei ihm besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass er sich illegal in Deutschland aufhält. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde auch er dem zuständigen Amt für Migration übergeben.
Wer die Schüsse im Schwarzenbergpark tatsächlich abgegeben hat, ist weiterhin nicht geklärt. Bereits bei den Durchsuchungen Anfang Juli hatte die Polizei ausdrücklich erklärt, dass die Ermittlungen insbesondere zu dem oder den noch unbekannten Schützen andauern.
Die Polizei sucht deshalb weiterhin Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können oder am 15. Juni im Bereich Schwarzenbergstraße und Schwarzenbergpark verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Polizei unter 040/4286-56789 sowie bei jeder Polizeidienststelle entgegen. Die Nummer hatte die Polizei bereits unmittelbar nach der Tat für Hinweise veröffentlicht.
