Politik

Kampf um den Sandstrand: Junge Union kämpft mit Herzblut für den neuen Beachclub!

Harburg – Mit einem Infostand im Stil eines Pop-up-Beachclubs hat die Junge Union Harburg am Sonntag für ihre Online-Petition „Beachclub jetzt!“ geworben, die eine zügige und pächterfreundliche Neuausschreibung der Beachclub-Fläche am Treidelweg fordert. Bei Sonnenschirmen, kühlen Getränken und Liegestühlen kamen die JU-Mitglieder am Binnenhafen, Ecke Theodor-Yorck-Straße/Veritaskai, mit zahlreichen Harburgern ins Gespräch. Der Stand lag dabei unmittelbar gegenüber jener Fläche, auf der bis 2015 der beliebte Veritas Beach seinen Platz hatte, ehe er einem geplanten Hotelneubau weichen musste – ein Projekt, das bis heute nicht realisiert wurde. Für viele Besucher war das Anlass, sich an den alten Standort zu erinnern und zugleich den Wunsch nach einem würdigen Nachfolger zu bekräftigen.

Die Aktion reiht sich ein in eine jahrelange politische Auseinandersetzung um die Zukunft der Fläche am Treidelweg: Erst im Juni wurde dort die Sanierung der Kaimauer abgeschlossen – zuvor hatte ein Planungsfehler bei der vorherigen Sanierung zu großen Pfützen auf der Fläche geführt, weshalb ein früherer Interessent für den Standort abgesprungen war. Ein neues Interessenbekundungsverfahren befindet sich laut Bezirksamt weiterhin „in der Abstimmung“ zwischen dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) und dem Bezirksamt Harburg; einen festen Zeitplan gibt es bislang nicht.

Neben den Gesprächen am Stand verteilten JU-Mitglieder zusätzlich Flyer zur Petition in Briefkästen im Binnenhafen. Nach Einschätzung der Organisatoren zeigte sich dabei eine parteiübergreifende Zustimmung zu einem neuen Beachclub am Treidelweg. Die JU kündigte an, sich weiterhin für die Petition starkzumachen. Die seit Ende Juni laufende Petition verzeichnet mittlerweile mehr als 300 Unterschriften. Initiator ist der CDU-Bezirksabgeordnete Thore Bliefernicht, zugleich stellvertretender Kreisvorsitzender der JU Harburg: „Der Zuspruch am Infostand hat uns gezeigt, dass der Wunsch nach einem Beachclub im Binnenhafen die Harburger über Parteigrenzen hinweg eint. Über 300 Unterschriften sind ein starkes Signal an den Senat, jetzt zügig eine neue Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Wir bleiben dran und werben weiter, bis am Treidelweg wieder Sand unter den Füßen liegt.“ Die Petition ist unter change.org/p/beachclub-jetzt zu finden.

Redaktion

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2 Kommentare

  1. Allein das Wort “ Interessenbekundungsverfahren“ und der Zeitablauf zeigt doch, das in Bezug auf das Eigentum an Grund und Boden doch einiges Entbürokratisiert werden müsste. Selbst wenn es sich um Staatseigentum handelt, gibt es zu viele Köche, die an der „Verwertung“ mitwirken und sich ggf gegenseitig blockieren.
    Bei privatem Grundbesitz kann es noch schlimmer sein. Wer einen Erbfall in der Nähe hat, kann über Jahre den Verfall von Wohnraum und das Wuchern der Vegetation beobachten und kann nichts machen, wenn die Erben schlicht nichts machen. Der Staat macht auch nichts, wenn dort nicht zufällig eine Autobahn oder ein Gas oder Atomkraftwerk geplant ist. Eigentum verpflicht…zu gar nichts. Steht im Grundgesetz.

  2. Dieses Wort „Verwertung“ ist des Übels Wurzel. Jedes Objekt in Harburg wird zum „Filetstück“ hochgejazzt, ohne zu bedenken, dass nur Filet auf dem Teller nicht mehr schmeckt. Harburg ist rundgelutscht und durchkommerzialisiert. Lebenswert geht anders, aber das erkennt nicht, wer nur „die Wirtschaft“ im Blick hat.Es gibt so viele Ideen für mehr Aufenthaltsqualität, von denen die hiesige Verwaltung noch nie was gehört hat.

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