Schwerer LKW-Unfall auf der B 495: Fahrer aus Führerhaus befreit
Hemmoor – Am gestrigen frühen Nachmittag gegen 13:40 Uhr kam es auf der Bundesstraße 495 zwischen Neuland und Hemmoor zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Sattelzug von der Fahrbahn abkam und einen Abhang hinunterstürzte.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der 56-jährige Fahrer aus Polen mit einer Mercedes Sattelzugmaschine und einem Tankauflieger in Richtung Osten unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Der Sattelzug durchbrach die rechtsseitige Schutzplanke, rutschte den angrenzenden Abhang hinab und kam im Bereich des dort verlaufenden Geh- und Radweges auf der linken Fahrzeugseite zum Liegen.
Kraftstoffaustritt und Gefahrgut im Fokus der Einsatzkräfte
Führerhaus und Tankauflieger wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt und teilweise deformiert. Aus der Sattelzugmaschine trat Dieselkraftstoff aus, den die eingesetzte Feuerwehr stoppen konnte. Ein Austritt der geladenen Gefahrgutladung Bitumen aus dem Tankauflieger wurde nicht festgestellt. Zudem entstand erheblicher Flurschaden im Bereich des Abhangs und des Geh- und Radweges.
Der Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er mit schweren Verletzungen in das Stader Elbeklinikum eingeliefert.
Rund 50 Einsatzkräfte im Großaufgebot vor Ort
Die B 495 wurde zwischen der L 111 und dem Fasanenweg/Birkenstraße für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten vollgesperrt; die Sperrung übernahm im Verlauf des Einsatzes die Straßenmeisterei Otterndorf. Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Drochtersen, Hüll, Wischhafen und Freiburg, zusätzlich der Führungsdienst Umwelt der Kreisfeuerwehr Stade sowie die Werkfeuerwehr der DOW aus Stade. Insgesamt standen rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz.
Die Bergung des Sattelzuges musste in den Abendstunden abgebrochen werden und wird am morgigen Dienstag fortgesetzt. Die Bundesstraße ist derzeit wieder freigegeben, soll jedoch voraussichtlich ab 10:00 Uhr erneut für mehrere Stunden gesperrt werden. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf weit über 100.000 Euro beziffert.


