Jura-Party im Vogelkamp: Anwohner am Limit – SPD fordert klare Regeln
Neugraben – Was am vergangenen Wochenende auf den Königswiesen vor dem BGZ im Vogelkamp Neugraben stattfand, sorgt für erheblichen Unmut. Über 2.500 Studierende der Rechtswissenschaften aus ganz Deutschland waren auf Einladung der Bucerius Law School zu einer Veranstaltung zusammengekommen, die offiziell als Sportveranstaltung deklariert war – von Anwohnenden jedoch als exzessive Dauerparty im Wohngebiet erlebt wurde.
Natalia Sahling, Co-Fraktionsvorsitzende der SPD Harburg, kennt die Situation aus eigener Anschauung: Sie wohnt mit direktem Blick auf das Geschehen. „Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, doch die Belastung für Natur und Anwohnende ist enorm und hier stand Party im Vordergrund – die sportlichen Wettbewerbe in der CU-Arena waren eher das Rahmenprogramm“, sagt sie. Geselligkeit und Sport seien selbstverständlich Teil des Studiums, betont Sahling – doch betrunkene junge Menschen, Cannabiskonsum direkt am Kinderspielplatz, Dauerbeschallung aus zahlreichen Lautsprechern und Hauseingangstoiletten seien den Anwohnenden schlicht nicht zumutbar. Von Jahr zu Jahr, so ihre Beobachtung, steige der Exzess-Level.
SPD will Veranstaltungsrahmenkonzept für den Vogelkamp
Sahling und ihre Fraktion wollen die Veranstaltung nicht verbieten, aber in geordnete Bahnen lenken. Konkret fordern sie einen Bericht der Verwaltung über Genehmigungsverfahren, Auflagen und deren Einhaltung sowie über entstandene Kosten, Gebühren und mögliche Schäden. Vor allem aber soll die Verwaltung gemeinsam mit dem Centermanagement des BGZ ein Veranstaltungsrahmenkonzept entwickeln – analog zur Nutzung der Freilichtbühne – und dieses mit dem Regionalausschuss Süderelbe abstimmen.
„Es geht uns darum, dass hier ein verlässlicher Rahmen geschaffen wird und die berechtigten Interessen aller Betroffenen Berücksichtigung finden – ein Vertrag auf Gegenseitigkeit. Die Bucerius Law School wirbt damit, dass das Studium dort ein Türöffner ist. Noch ist die Tür in Neugraben für sie offen“, so Sahling.



Zwei Tage Dauerbeschallung des Stadtteils, Rücksichtslose Gebrüll, Trommeln und Party Musik. So geht es bei allem Verständnis natürlich nicht. Wer kommt für die Aufräumarbeiten und Müllentsorgung auf ?. Veranstalter die einmal im Jahr für zwei Stunden etwas für die Anwohner organisieren bekommen hohe Auflagen aufgebrummt. Wer hat soetwas genehmigt und kontrolliert?.
Wenn man dann noch bedenkt das die Schule in der Jungiusstr. (Dammtor) beheimatet ist stellt man sich die Frage ob es Nördlich der Elbe keine Möglichkeiten gibt um so eine Veranstaltung durchzuführen….
Klar,
Planten un Blomen!