Zeitreise am Kochtopf: Freilichtmuseum zeigt Winteralltag und Esskultur früherer Zeiten
Gelebte Geschichte: Führungen und Vorträge
Rosengarten-Ehestorf – Wenn es draußen kalt ist, geht es drinnen ans Eingemachte: Beim Aktionstag „Haltbar! Esskultur und Alltag im Winter“ am Sonntag, 25. Januar 2026, lädt das Freilichtmuseum am Kiekeberg von 10 bis 18 Uhr zu einer genussvollen Reise in die Vergangenheit ein. Mit historischen Kochaktionen, Vorträgen, Führungen und Mitmachangeboten erleben Besucherinnen und Besucher hautnah, wie Menschen früher den Winter meisterten – mit Vorratshaltung, handwerklicher Arbeit und kreativer Küche.
Ehrenamtliche der „Gelebten Geschichte“ zeigen in historischen Gebäuden, wie vor 100 oder 200 Jahren mit eingewecktem Gemüse, eingekochtem Fleisch und Hausmannskost gekocht wurde. Dabei duftet es nach Schmalzbrot, Chutneys, Butterkuchen und Leberwurst im Glas – alles wie früher, aber mit Blick auf heute.
Ein Highlight ist die Fleischverarbeitung im Wandel der Zeit: Zwischen 11 und 15 Uhr zerlegt ein Fleischer im Hof Meyn eine Schweinehälfte und beantwortet Fragen zum Handwerk. Ein Leberkäse-Simulator in Virtual Reality sorgt für humorvolle Einblicke in die Metzgerzunft. Informationen liefert außerdem der Fleischerverband Nord.
Fachvorträge vertiefen das Thema Winterversorgung: Um 12.30 Uhr spricht Heike Dittmer über historische Vorratshaltung, um 13.30 Uhr erinnert John Borchers an den „Hungerwinter 1946/47“ und um 14.30 Uhr beleuchtet Dr. Eva Moors die Winterweidehaltung aus Sicht des Tierschutzes.
Führungen zu historischen Haustierrassen um 12 und 14 Uhr sowie durch die Schlachterei Rötting um 11 und 13 Uhr zeigen, wie ohne Strom und Kühlschrank überlebt wurde. Kinder können Brettchen verzieren, Glasglück bepflanzen und Märchen am Spinnrad lauschen.
Kulinarisch wird der Aktionstag zur Schlemmertour: Bratwurst, geräucherter Fisch, Kartoffeln, Innereien, Glühwein und heißer Apfelsaft wärmen Leib und Seele. Regionale Spezialitäten gibt es im Gasthof „Stoof Mudders Kroog“, im Café „das Wegewitz“ und in der Museumsbäckerei.
Der Eintritt kostet 12 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Mitglieder des Fördervereins haben freien Zugang.


