Theaterabend in Buxtehude beleuchtet bewegend die Schatten der Vergangenheit
Buxtehude – Ein eindringlicher Theaterabend widmet sich am Samstag, 17. Januar 2026 um 20:00 Uhr auf der Halepaghen-Bühne der Frage, wie die Schrecken der Geschichte bis in die Gegenwart nachwirken. In der Konopkastraße 5, 21614 Buxtehude, wird das Stück „Vater hat Lager“ gezeigt, inszeniert von Michael Heicks und gespielt von Gilla Cremer nach einer Erzählung von Carl Friedman.
Im Mittelpunkt steht eine Familie, deren Vater die Zeit im Konzentrationslager überlebt hat, darüber jedoch nie spricht. Seine Erinnerungen brechen dennoch immer wieder unkontrolliert in den Alltag ein, beim Zähneputzen, beim Essen oder auf Spaziergängen. Die drei heranwachsenden Kinder wachsen mit diesen unausgesprochenen Erfahrungen auf und versuchen, das Unbegreifliche auf ihre eigene kindliche Weise zu verstehen.
Gilla Cremer bringt diese Geschichte als Solo-Inszenierung mit großer Intensität und wenigen Requisiten auf die Bühne. Sensibel und kraftvoll zeigt sie, wie tief die traumatischen Erlebnisse des Vaters das Familienleben prägen und wie die Vergangenheit unausweichlich Einfluss auf die Gegenwart nimmt. Das Stück schlägt eine emotionale Brücke zwischen Erinnerung, Schweigen und der Suche nach Verständnis über Generationen hinweg.
Der Eintritt kostet ab 17,50 Euro, ermäßigt ab 8,25 Euro. Karten sind im Vorverkauf telefonisch sowie im Servicecenter Kultur und Tourismus im Historischen Rathaus erhältlich.


