Sweet & Salt belebt Harburger Lost Place an der Buxtehuder Straße neu
Harburg – Jahrelang war das ehemalige Toilettenhäuschen mit Kiosk an der Buxtehuder Straße nur noch ein stiller Zeuge vergangener Zeiten. Direkt gegenüber von Mömax, an der Bushaltestelle Unterelbestraße, stand das kleine Gebäude leer, verfiel zusehends und wurde für viele zum Sinnbild eines vergessenen Ortes mitten im Stadtbild. Nun erwacht der markante Bau aus seinem Dornröschenschlaf.
Auf Fotos und in Denkmallisten wird das Gebäude als architektonisches Denkmal geführt. Offiziell trägt es die Bezeichnung „Kiosk und Toilettenhäuschen“ und ist als Kulturdenkmal unter der Nummer 27508 verzeichnet. Entstanden ist es nach vorliegenden Beschreibungen in der Zeit um 1930 bis 1940. Angaben zu Bauherr oder Architekt sind bislang nicht bekannt. Auf die Geschichte des Gebäudes machte Leser Gisbert Vokrap aufmerksam, alle verwendeten Fotos stammen von ihm.
Über viele Jahre diente das Häuschen als Trinkhalle oder Kiosk mit öffentlichen Toiletten. Danach begann der schleichende Verfall. Bereits 2010 hatte die Bezirksverwaltung das Grundstück ausgeschrieben, doch ein Käufer fand sich nicht. Auch politische Vorstöße, das Gebäude zu sanieren oder als Kulturort nutzbar zu machen, änderten lange nichts an der Situation.



Sanierungspläne gaben Hoffnung, doch der Pavillon blieb lange ein vergessener Ort
Im Zuge der angekündigten Parkneugestaltung des Schwarzenbergs rückte das Häuschen später erneut in den Fokus. Während des Bürgerschaftswahlkampfs im Februar 2020 wurden 200.000 Euro für die Sanierung des inzwischen als „Pavillon“ bezeichneten Baus bereitgestellt. Trotzdem blieb das Gebäude über Jahre hinweg ungenutzt.
Dass sich an dem Ort nun wieder etwas bewegt, dürfte viele Harburger freuen. Denn der kleine Pavillon ist weit mehr als ein altes Zweckgebäude. Er ist ein Stück Stadtgeschichte an einer vielbefahrenen Straße und für viele ein besonderer Ort mit hohem Wiedererkennungswert. Die Belebung des denkmalgeschützten Gebäudes könnte damit nicht nur einem lange aufgegebenen Bau neues Leben einhauchen, sondern auch dem Umfeld einen frischen Impuls geben.



Na, das hört sich doch gut an. Das schaue ich mir mal an. Habe bald wieder in der Gegend zu tun (AG Harburg).