
Salma und Moana: Ein neuer Anfang in Mexiko
Hodenhagen → Guadalajara · Eine Reise über den Atlantik
Salma und Moana: Ein neuer Anfang in Mexiko
Zwei Nashornweibchen verlassen den Serengeti-Park. In Mexiko werden sie Teil einer neuen Zuchtgruppe. Ihre Reise in Bildern, Originalaufnahmen und den Stimmen ihrer Betreuer.
Die Geschichte entdecken ↓ Serengeti-Park Hodenhagen01 / Die Geschichte
Zwei vertraute Gefährtinnen. Eine neue Welt.
Hodenhagen/Guadalajara – Salma und Moana haben den Atlantik überquert. Die beiden im Serengeti-Park geborenen Nashornweibchen erreichten am 21. Oktober 2026 gemeinsam mit zwei Tieren aus Frankreich den Zoológico Guadalajara in Mexiko. Nach Angaben des Parks verlief die Reise ohne Komplikationen.
Damit beginnt ein neues Kapitel der international koordinierten Nashornzucht: Erstmals wurden Breitmaulnashörner im Rahmen des EAZA Ex situ Programme von Europa nach Mexiko gebracht. Am Ziel sollen die vier Tiere eine neue Zuchtgruppe bilden.
Die Reise verbindet große logistische Aufgaben mit einer persönlichen Geschichte. Salma und Moana waren bereits in Hodenhagen eng miteinander verbunden. Nun entdecken sie ihre neue Umgebung gemeinsam.

02 / Ein genauer Blick
Der Abschied beginnt zu Hause.
Vor ihrer Reise lebten die beiden Weibchen in der weitläufigen Anlage des Serengeti-Parks. Salma wurde dort am 6. Februar 2021 geboren, Moana am 26. Dezember 2016.
Für die Menschen, die sie begleitet haben, bedeutet der Umzug mehr als einen Wechsel im Tierbestand. Er ist der Abschied von zwei Tieren, deren Entwicklung sie über Jahre verfolgen konnten. Gleichzeitig schafft die neue Gruppe zusätzliche Möglichkeiten, geeignete Zuchtpartner zusammenzubringen.
03 / Im Film
Noch einmal Hodenhagen.
Die Aufnahmen aus dem Serengeti-Park zeigen die beiden Tiere vor ihrer Reise. Noch bewegen sie sich in jener Umgebung, in der sie geboren wurden und gemeinsam aufgewachsen sind.
04 / Gedanke
„Ich kenne jedes Nashorn, das bei uns im Park geboren wurde, von seiner ersten Stunde an. Ich habe sie bei ihren Müttern aufwachsen und durch unsere 15 Hektar große Freianlage toben sehen. Deshalb ist ein Abschied wie der von Salma und Moana auch für mich etwas sehr Persönliches. Gleichzeitig bin ich stolz darauf, dass unsere langjährige Zuchtarbeit nun zum Aufbau einer neuen Zuchtgruppe in Mexiko beiträgt“
Dr. Fabrizio Sepe, Inhaber und Geschäftsführer des Serengeti-Parks
05 / Die Geschichte
Über Paris nach Guadalajara.
Die vier Nashörner flogen gemeinsam von Paris nach Guadalajara. An Bord des Frachtflugzeugs war Ingo Schmidinger, der zoologische Leiter des Serengeti-Parks. Er hatte während des Fluges Zugang zu den Tieren, konnte sie versorgen und ihr Wohlbefinden kontrollieren.
Schmidinger berichtete nach der Ankunft, Salma und Moana seien anfangs nervös gewesen, hätten sich aber gut beruhigt und den Transport sehr gut bewältigt. Die vertraute Betreuung gehörte zu den wichtigen Bestandteilen der Reise.
Nach der Landung ging es auf vier Lastwagen weiter zum Zoo. Dort stellte ein Kran die Transportcontainer unmittelbar an die Zugänge zum Quarantänegehege. Mit dem Öffnen der Türen begann für die Tiere die Begegnung mit ihrer neuen Umgebung.
06 / Im Film
Die Reise im Film.
Vom Transportcontainer bis zur Ankunft: Der Film begleitet den aufwendigen Umzug der Nashörner. Hinter dem Standortwechsel stehen Transportplanung, Betreuung und die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen.

07 / Ein genauer Blick
Angekommen – und weiterhin zusammen.
In Guadalajara erwarten Salma und Moana ungewohnte Gerüche, Geräusche und ein wärmeres Klima. An ihrer Seite bleibt eine vertraute Gefährtin. Diese enge Bindung kann ihnen nach Einschätzung des zoologischen Leiters bei der Eingewöhnung helfen.
Die ersten Rückmeldungen des Parks vom 27. Oktober waren positiv: Die beiden Weibchen fraßen gut und kommunizierten bereits mit ihren Artgenossen in benachbarten, abgetrennten Gehegen.
08 / Gedanke
„Dass Salma und Moana gemeinsam umziehen konnten, ist eine wertvolle Unterstützung für die Eingewöhnung. Sie kennen einander und sind eng miteinander verbunden“
Ingo Schmidinger, zoologischer Leiter des Serengeti-Parks
09 / Im Film
Die ersten Bilder aus Mexiko.
Die Aufnahmen nach der Ankunft zeigen die Tiere in ihrer neuen Umgebung. Nach dem Bericht des Parks suchte Moana bereits Kontakt zu einer Tierpflegerin und ließ sich hinter dem Ohr kraulen. Für das Team in Hodenhagen waren solche Rückmeldungen ein beruhigendes Zeichen.
10 / Entdecken
Vier Tiere. Eine neue Zuchtgruppe.
Der Zoológico Guadalajara hat für das Projekt eine neue Nashornanlage gebaut. Die künftige Gruppe verbindet Tiere aus Deutschland und Frankreich. Wähle ein Thema aus, um mehr über die Tiere und das Programm zu erfahren.
Salma & Moana
Die beiden Weibchen stammen aus dem Serengeti-Park Hodenhagen. Salma wurde am 6. Februar 2021 geboren, Moana am 26. Dezember 2016. Sie ziehen gemeinsam um und können ihre enge Bindung auch am neuen Standort bewahren.
Lewa & Wami
Das Weibchen Lewa stammt aus dem Safari de Peaugres und wurde dort am 16. Juni 2021 geboren. Der Bulle Wami wurde am 16. Oktober 2011 im ZooParc de Beauval geboren und lebte seit 2014 im Parc zoologique de Paris.
Was das EEP leistet
Unter dem Dach des europäischen Zooverbands EAZA koordinieren Fachleute Tierpopulationen verschiedener Einrichtungen. Abstammung, Alter und Bestandsentwicklung fließen in Empfehlungen zur Zucht und zum Standortwechsel ein. Ziel sind langfristig gesunde, genetisch vielfältige Populationen in menschlicher Obhut.
Mehr als ein Standortwechsel
Mit dem Aufbau der neuen Gruppe entstehen zusätzliche Zuchtmöglichkeiten. Wissen über Haltung und Fortpflanzung wird zwischen den beteiligten Einrichtungen geteilt. Der Schutz wild lebender Nashörner und ihrer Lebensräume in Afrika bleibt unverzichtbar.

11 / Ein genauer Blick
Zeit zum Ankommen.
Bis Besucher die vier Neuankömmlinge sehen können, ist Geduld gefragt. Laut Mitteilung vom 27. Oktober müssen sie zunächst mindestens 30 Tage in Quarantäne bleiben.
Anschließend sollen die Tiere schrittweise miteinander vertraut gemacht und zur neuen Gruppe zusammengeführt werden. Ihr Verhalten und Wohlbefinden bestimmen dabei das Tempo. Ein festes Datum für die erste Begegnung mit Besuchern nannte der Park nicht.
12 / Die Geschichte
Was nach der Reise kommt.
Die sichere Ankunft ist die Voraussetzung für den nächsten Schritt: eine stabile Gruppe aufzubauen. Bis zu möglichen Jungtieren braucht es danach weiterhin Zeit. Nach einer erfolgreichen Paarung beträgt die Tragzeit von Breitmaulnashörnern etwa 16 Monate.
Der Serengeti-Park verweist auf mehr als 50 Jahre Erfahrung mit der Zucht dieser Tierart und bislang 55 geborene Jungtiere. Das Projekt in Mexiko soll diese Erfahrung mit einem weiteren Partnerstandort verbinden.
Salma und Moana gehören zu den Südlichen Breitmaulnashörnern. Die Pressemappe nennt Wilderei und den Verlust geeigneter Lebensräume als Bedrohungen für die Tiere in freier Wildbahn. Die Erhaltung von Zoopopulationen ist ein ergänzender Baustein des Artenschutzes.
Für Salma und Moana steht zunächst etwas Unmittelbares im Mittelpunkt: sich einzugewöhnen, zur Ruhe zu kommen und Schritt für Schritt eine neue Herde zu bilden.