Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Harburg wird derzeit umfassend neu gebaut. Das Projekt ist Teil einer größeren Neuordnung der Verkehrsflächen rund um den Bahnhof Harburg und soll den stark gestiegenen Anforderungen des Busverkehrs gerecht werden. Der bisherige Busbahnhof stammte noch aus den 1980er-Jahren und galt seit längerem als zu klein, technisch überholt und nicht mehr ausreichend für die steigenden Fahrgastzahlen. Mit dem Neubau soll eine moderne und leistungsfähige Anlage entstehen, die deutlich mehr Busbewegungen bewältigen kann und gleichzeitig für Fahrgäste übersichtlicher und komfortabler wird.
Die Bauarbeiten begannen nach der Stilllegung des alten Busbahnhofs mit dem vollständigen Abriss der bisherigen Anlage. Während der Bauzeit wurden die Buslinien auf verschiedene Ersatzhaltestellen rund um den Bahnhof Harburg und das Rathaus verteilt. Diese Übergangslösung bleibt voraussichtlich bis zur Fertigstellung des neuen ZOB bestehen und sorgt dafür, dass der Busverkehr trotz der umfangreichen Bauarbeiten weiterhin abgewickelt werden kann.
Nach dem Abriss folgten zunächst umfangreiche Arbeiten im Untergrund. Dabei wurden Fundamente, Leitungen und technische Infrastruktur vorbereitet. Diese Phase nahm relativ viel Zeit in Anspruch, weil im Bereich des Bahnhofs zahlreiche bestehende Leitungen und Verkehrsflächen berücksichtigt werden mussten. Viele dieser Arbeiten waren von außen kaum sichtbar, bildeten aber die Grundlage für den späteren Hochbau.
Im nächsten Bauabschnitt entsteht die eigentliche Konstruktion des neuen Busbahnhofs. Dazu gehören Stahlstützen und eine große Dachkonstruktion, die künftig die Bussteige überspannen wird. Das Dach soll eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern abdecken und unter anderem auch technische Anlagen wie Beleuchtung und teilweise Photovoltaik aufnehmen. Parallel dazu werden die Bussteige, Fahrgastbereiche und Wartezonen neu aufgebaut. Ziel ist es, den Busverkehr klarer zu strukturieren und den Aufenthalt für Fahrgäste angenehmer zu gestalten.
Nach Abschluss der Stahlbauarbeiten folgen der Innenausbau und die technische Ausstattung der Anlage. Dazu gehören unter anderem Beleuchtung, Fahrgastinformation, Haltestellenmöbel und die endgültige Gestaltung der Bussteige. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Busverkehr wieder vollständig auf den neuen ZOB verlegt werden.
Nach aktuellem Stand soll der neue Busbahnhof Ende 2026 in Betrieb gehen. Dann werden die Buslinien wieder direkt am Bahnhof Harburg halten können. Die Anlage wird deutlich leistungsfähiger sein als zuvor und ist darauf ausgelegt, ein sehr hohes Busaufkommen und zehntausende Fahrgäste pro Tag zu bewältigen.
Parallel zum Bau des ZOB werden auch die Straßen und Verkehrsknoten rund um den Bahnhof umgebaut. Dieser Bereich wird ebenfalls neu organisiert, um den Verkehr besser zu lenken und Konflikte zwischen Bus-, Auto- und Fußgängerverkehr zu reduzieren. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich noch über die eigentliche Eröffnung des Busbahnhofs hinaus an und sollen erst im Laufe des Jahres 2027 vollständig abgeschlossen sein. Ziel der gesamten Maßnahme ist es, den Bahnhof Harburg langfristig zu einem leistungsfähigeren Verkehrsknotenpunkt im Hamburger Süden zu entwickeln.
Wichtige Meilensteine des Projekts sind:
• Stilllegung des alten ZOB und Einrichtung von Ersatzhaltestellen rund um den Bahnhof Harburg
• Vollständiger Abriss der bisherigen Busbahnhofanlage
• Beginn der Tiefbau- und Gründungsarbeiten im Untergrund
• Verlegung und Anpassung von Leitungen sowie Vorbereitung der technischen Infrastruktur
• Start des Hochbaus mit ersten Stahlstützen für die Dachkonstruktion
• Montage der tragenden Stahlstruktur des neuen Busbahnhofs
• Bau der Bussteige und Fahrgastbereiche
• Fertigstellung der Dachkonstruktion und Installation der technischen Ausstattung
• Innenausbau, Beleuchtung und Fahrgastinformationssysteme
• Geplante Inbetriebnahme des neuen ZOB Harburg Ende 2026
• Abschluss der Straßen- und Verkehrsumbaumaßnahmen rund um den Bahnhof voraussichtlich im Jahr 2027
Tschjäh... was soll man dazu sagen, außer dass die Chinesen in der Zeit auch noch den Fernbahnhof neu bauen würden? Ich fahr sowieso lieber mein (selbst elektrifiziertes) Fahrrad.