Linksfraktion warnt vor Kahlschlag: Kürzungen gefährden soziale Stabilität in Harburg
Harburg – Die Linksfraktion in der Bezirksversammlung Harburg schlägt Alarm: Kürzungen im Bereich der Integrationsmittel gefährden aus ihrer Sicht das soziale Gleichgewicht im Bezirk. Konkret geht es um Einschnitte bei den sogenannten Geflüchteten-Mehrbedarfen und den Sozialräumlichen Integrationsnetzwerken (SIN), die infolge der Haushaltsaufstellung für 2026 und unterjähriger Finanzentscheidungen des Senats vorgenommen wurden.
Die Folgen seien bereits jetzt spürbar: Angebote würden eingeschränkt, Projekte liefen vorzeitig aus, und die Planungssicherheit für die sozialen Träger vor Ort sei massiv bedroht. „Diese Mittel sind kein Luxus, sondern die Basis für das Zusammenleben in Harburg“, stellt die Linksfraktion klar. Insbesondere niedrigschwellige Hilfen rund um Unterkünfte für Geflüchtete seien betroffen – Angebote, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken und die Quartiere entlasten.
Wer kürzt, rieskiert ein Scheitern von Integration und Teilhabe
Simon Dhemija, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, übt deutliche Kritik an der Haltung des Senats: „Die Annahme, dass keine Mehrbedarfe mehr bestehen, geht völlig an der Realität vorbei. Unsere Unterkünfte sind voll, und der Unterstützungsbedarf ist ungebrochen hoch. Wer hier kürzt, riskiert ein Scheitern von Integration und Teilhabe.“
In einem aktuellen Antrag fordert die Linksfraktion, die Kürzungen rückgängig zu machen und eine verlässliche, bedarfsgerechte Finanzierung sicherzustellen – auch über das Jahr 2026 hinaus. Dhemija fordert Planungssicherheit: „Soziale Arbeit braucht Kontinuität und Vertrauen. Die Träger müssen jetzt wissen, womit sie 2027 rechnen können.“
Die Linksfraktion kündigte an, die Entwicklung der sozialen Projekte weiter kritisch zu begleiten und sich mit Nachdruck für den Erhalt der Integrationsangebote einzusetzen.


