Politik

Linksfraktion warnt vor Kahlschlag: Kürzungen gefährden soziale Stabilität in Harburg

Harburg – Die Linksfraktion in der Bezirksversammlung Harburg schlägt Alarm: Kürzungen im Bereich der Integrationsmittel gefährden aus ihrer Sicht das soziale Gleichgewicht im Bezirk. Konkret geht es um Einschnitte bei den sogenannten Geflüchteten-Mehrbedarfen und den Sozialräumlichen Integrationsnetzwerken (SIN), die infolge der Haushaltsaufstellung für 2026 und unterjähriger Finanzentscheidungen des Senats vorgenommen wurden.

+++ Aktuelle Meldungen aus Hamburg und der Metropolregion jetzt auch über den WhatsApp-Newsticker von Scharnberg.de. Hier abonnieren +++

Die Folgen seien bereits jetzt spürbar: Angebote würden eingeschränkt, Projekte liefen vorzeitig aus, und die Planungssicherheit für die sozialen Träger vor Ort sei massiv bedroht. „Diese Mittel sind kein Luxus, sondern die Basis für das Zusammenleben in Harburg“, stellt die Linksfraktion klar. Insbesondere niedrigschwellige Hilfen rund um Unterkünfte für Geflüchtete seien betroffen – Angebote, die Kinder, Jugendliche und Familien stärken und die Quartiere entlasten.

Wer kürzt, rieskiert ein Scheitern von Integration und Teilhabe

Simon Dhemija, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, übt deutliche Kritik an der Haltung des Senats: „Die Annahme, dass keine Mehrbedarfe mehr bestehen, geht völlig an der Realität vorbei. Unsere Unterkünfte sind voll, und der Unterstützungsbedarf ist ungebrochen hoch. Wer hier kürzt, riskiert ein Scheitern von Integration und Teilhabe.“

+++ Jetzt auf Scharnberg.de werben und Ihre Zielgruppe in Hamburg und der Metropolregion direkt erreichen. Mehr erfahren & Platz sichern +++

In einem aktuellen Antrag fordert die Linksfraktion, die Kürzungen rückgängig zu machen und eine verlässliche, bedarfsgerechte Finanzierung sicherzustellen – auch über das Jahr 2026 hinaus. Dhemija fordert Planungssicherheit: „Soziale Arbeit braucht Kontinuität und Vertrauen. Die Träger müssen jetzt wissen, womit sie 2027 rechnen können.“

Die Linksfraktion kündigte an, die Entwicklung der sozialen Projekte weiter kritisch zu begleiten und sich mit Nachdruck für den Erhalt der Integrationsangebote einzusetzen.

+++ Unabhängiger Lokaljournalismus braucht Unterstützung. Wenn Ihnen unsere Berichte aus Hamburg und der Metropolregion wichtig sind, freuen wir uns über eine Spende. Jetzt mit PayPal unterstützen +++

Redaktion

Wir sind nah dran, weil wir hier leben. Auf scharnberg.de erzählen wir, was vor unserer Haustür passiert – klar, verständlich und ohne Schnickschnack. Wir hören zu, fragen nach und lassen nicht locker, wenn etwas unklar bleibt. Unsere Aufgabe ist einfach: informieren, einordnen, erklären. Ohne Gerüchte, ohne Sensationslust – aber mit Herz für die Region und Respekt für die Menschen, über die wir berichten. Wir wollen nicht lauter sein als andere. Wir wollen verlässlich sein. Wenn Sie etwas bewegt, wenn Sie Fragen haben oder Hinweise – schreiben Sie uns. Dafür sind wir da.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"