Lesung über Frauenrechte: Rukiye Cankiran spricht im Kulturhaus Süderelbe
Hamburg-Neugraben – Im Kulturhaus Süderelbe steht ein Abend ganz im Zeichen von Gleichberechtigung, gesellschaftlicher Verantwortung und demokratischer Courage. Die Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Gleichstellungsbeauftragte Rukiye Cankiran stellt am Dienstag, 17. März 2026 um 18:30 Uhr ihr Buch „Das Recht auf gleiche Rechte“ vor.
Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Madame Courage – Diversität und Demokratie weiblicher Stimmen statt und entsteht in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg sowie der SuedLese 2026.
Im Mittelpunkt des Abends steht ein gesellschaftliches Spannungsfeld, das viele Menschen kennen: Frauen verfügen heute formal über so viele Rechte und Freiheiten wie nie zuvor. Dennoch klafft zwischen rechtlicher Gleichstellung und gelebter Realität häufig noch eine deutliche Lücke. In ihrer Lesung beleuchtet Rukiye Cankiran den aktuellen Stand der Gleichberechtigung und spricht über alltägliche Ungerechtigkeiten sowie strukturelle Hürden in Familie, Arbeitswelt, Politik und Öffentlichkeit.
Dabei geht sie auch auf verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen ein, darunter körperliche, psychische und ökonomische Gewalt. Die Autorin zeigt auf, wie eng diese Probleme mit bestehenden Machtverhältnissen verbunden sind.
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn. Cankiran stellt Strategien und Initiativen vor, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Mädchen einsetzen, und spricht über Projekte sowie politische Maßnahmen, die gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können.
Die Veranstaltungsreihe Madame Courage lädt dazu ein, demokratische Courage aus weiblicher Perspektive zu betrachten. Dabei geht es unter anderem um Fragen, wie Frauen Gewalt benennen, Widerstand organisieren, Sprache politisieren und Gleichstellung konkret einfordern.
Im Anschluss an die Lesung sind Fragen aus dem Publikum sowie ein gemeinsames Gespräch vorgesehen. Dabei soll auch diskutiert werden, an welchen Stellen die Unterschiede zwischen Gesetz und Realität besonders sichtbar sind und welche Rolle Solidarität bei der Überwindung dieser Lücken spielt.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 17. März 2026 um 18:30 Uhr im Jola im Kulturhaus Süderelbe (Am Johannisland 2, 21147 Hamburg) statt. Eine Reservierung ist per E-Mail unter tickets@kulturhaus-suederelbe.de möglich.


