Kahlschlag in Neuland: Leser beklagt Verlust eines kleinen Naturparadieses
Harburg-Neuland – Wo bis vor Kurzem ein stilles, fast verschlafenes Wäldchen stand, herrscht nun Leere. Direkt neben der A1 kurz vor der Süderelbbrücke haben Bagger das Gelände vollständig geräumt. Der Boden ist planiert, die Bäume sind verschwunden.
Unser Leser Gisbert Vokrap zeigt sich betrübt über den Kahlschlag. An der Böschung zur Autobahn wuchs einst ein stattlicher Walnussbaum. Krähen ließen dort ihre Nüsse aus großer Höhe auf den Asphalt fallen, um sie zu knacken. Im Herbst konnten Spaziergänger Äpfel ernten, Mirabellenbäume standen verstreut auf dem Gelände, und Riesenboviste wuchsen in beachtlicher Zahl. In dicken Scheiben paniert und gebraten waren sie für Vokrap eine saisonale Besonderheit.

Was entsteht anstelle des Wäldchens?
Nun stellt sich die Frage, was an dieser Stelle künftig geplant ist. Wird dort ein sinnvolles Projekt umgesetzt – oder bleibt die Fläche über Jahre hinweg ungenutzt? Für viele Anwohner war das kleine Wäldchen ein unscheinbarer, aber wertvoller Rückzugsort in unmittelbarer Nähe zur Autobahn.
Die Fotos zu dem Beitrag stammen von unserem Leser Gisbert Vokrap.
