Hochwasserschutz in Hamburg: Infoabend mit Senatorin Fegebank in Neuenfelde geplant
Hamburg-Neuenfelde – Der Hochwasserschutz in Hamburg und speziell im Raum Süderelbe steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstag, 18. Februar 2026 um 19 Uhr. Veranstaltungsort ist Bundt‘s Hotel- und Gartenrestaurant, Hasselwerder Straße 85, 21129 Hamburg. Interessierte Bürger sind eingeladen, sich aus erster Hand über aktuelle Maßnahmen und künftige Planungen zu informieren.
Anlass der Veranstaltung ist auch die Erinnerung an die verheerende Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962. Damals kam es in Hamburg innerhalb weniger Stunden zu mehr als 60 Deichbrüchen. Über 300 Menschen verloren ihr Leben, besonders betroffen waren Wilhelmsburg, Finkenwerder und Süderelbe. Die Ereignisse prägen das kollektive Gedächtnis der Stadt bis heute.
In den vergangenen Jahren hat Hamburg umfangreich in den Hochwasserschutz investiert. Das Leben hinter den Deichen gilt derzeit als sicher. Gleichzeitig stellt der Klimawandel mit steigendem Meeresspiegel und zunehmenden Starkregenereignissen neue Anforderungen an den Schutz von Marsch- und Binnengebieten.
Im Alten Land und in den Marschgebieten von Süderelbe stehen zahlreiche Projekte auf der Agenda. In den kommenden Jahren sollen der Cranzer Hauptdeich und der Neuenfelder Hauptdeich erhöht werden. Zudem rücken Binnenhochwasser durch Starkregen stärker in den Fokus. Zur Verbesserung der Entwässerung ist der Bau eines Schöpfwerks am Storchennestsiel geplant. Die Bedeutung dieses Vorhabens zeigte sich zuletzt bei Starkregenereignissen während Sperrtiden und Sturmflutlagen der Elbe, etwa im Dezember 2023.
Deicherhöhungen stehen an: Politik informiert über geplante Maßnahmen
Darüber hinaus werden Fragen zur Be- und Entwässerung im Süderelberaum, zur Zusammenarbeit mit den Wasserverbänden, zum Stand der Öffnung der Alten Süderelbe sowie zu den nächsten Schritten der Hochwasserpartnerschaft an der Este thematisiert. Auch die Folgen der Elbvertiefung, insbesondere Verschlickungen an Este, im Mühlenberger Loch und am Estesperrwerk, sollen zur Sprache kommen.

Bei der Veranstaltung berichtet die für den Hochwasserschutz zuständige Senatorin Katharina Fegebank über den aktuellen Stand der Maßnahmen in Hamburg und Süderelbe. Im Anschluss ist eine offene Diskussion mit den Teilnehmenden vorgesehen. Rückfragen zur Veranstaltung beantwortet Gudrun Schittek unter der Telefonnummer 0171 488 2426.


