Bezirk Harburg

Große Erleichterung in Harburg: Gestohlene Bronze-Skulptur „Trauerndes Kind“ wieder aufgetaucht!

Harburg – Die gestohlene Bronzeskulptur „Trauerndes Kind“ konnte von der Polizei sichergestellt und in dieser Woche an das Bezirksamt Harburg übergeben werden. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Harburg-Mitte werden nun die nächsten Schritte vorbereitet, um die beschädigte Skulptur nach ihrer Restaurierung wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückzubringen. Der Diebstahl der Skulptur im vergangenen Jahr hatte in Harburg große Betroffenheit ausgelöst. Umso größer ist nun die Erleichterung über ihre Wiederauffindung. Das Landeskriminalamt der Polizei Hamburg konnte das Kunstwerk auf der Veddel im Winter 2025 sicherstellen. Obwohl die Statue erhebliche Beschädigungen aufweist, besteht die Möglichkeit, die Skulptur fachgerecht zu restaurieren.

Bezirksamtsleiter Christian Carstensen betonte, dass das Trauernde Kind als kleine, auf dem Boden kniende Figur rund 40 Jahre lang ein berührendes Zeichen gegen das Großmachtstreben gesetzt habe. Umso bestürzender sei der Diebstahl gewesen. Der Fahndungserfolg der Hamburger Polizei sei gar nicht hoch genug einzuschätzen. Nach der Reparatur werde das Bezirksamt die Figur gemeinsam mit der Kirchengemeinde Harburg-Mitte zügig wieder an ihren Platz bringen, damit im Harburger Zentrum wieder für alle Menschen sichtbar sei, dass Krieg, Hass und Hetze stets zu Elend und Verzweiflung führen.

Helena Kamp vom Landeskriminalamt (LKA 19) berichtete, dass die Ermittler für Kunst- und Kulturgutdelikte eng mit Behörden und möglichen Endabnehmern vernetzt sind. Anfang des Jahres nahm ein Endabnehmer Kontakt auf und teilte mit, dass Mitarbeiter die Statue – leider in zwei Teilen – aufgefunden haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg konnte die Statue an das Bezirksamt ausgehändigt werden. Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Auch Pastorin Sabine Kaiser-Reis vom Kirchengemeinderat Harburg-Mitte zeigte sich erfreut, dass die Harburger demnächst wieder ein zum Nachdenken anregendes Denkmal haben werden.

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Die rund 90 Zentimeter hohe und etwa 100 Kilogramm schwere Skulptur des Künstlers Hendrik-André Schulz wurde 1988 im Rahmen eines Wettbewerbs zur Umgestaltung des bestehenden Kriegerdenkmals geschaffen. Gemeinsam mit der Skulptur „Harburger Soldat“ bildet sie vor der St. Johanniskirche an der Bremer Straße ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Das kniende, weinende Kind inmitten zerschossener Soldatenhelme macht eindrucksvoll sichtbar, dass Kriege nicht nur Soldaten, sondern ebenso Kinder, Familien und alle Hinterbliebenen zu Opfern machen. Die Figur ist Teil des Harburger Kunstpfades. Die Gießerei Edel und Stahl hat bereits ihre Bereitschaft erklärt, die notwendigen Restaurierungsarbeiten zu übernehmen.

Redaktion

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