Frauenbank auf Finkenwerder schafft neuen Treffpunkt für Gespräche und Begegnung
Finkenwerder – Mehr Austausch, weniger Abstand: Auf Finkenwerder ist seit Ende vergangenen Jahres eine sogenannte Frauenbank als Klönbank entstanden, die Frauen einen unkomplizierten Raum für Gespräche und Begegnungen bietet. Windgeschützt und in unmittelbarer Nähe des Fähranlegers im Rüschpark gelegen, lädt die Bank zum Verweilen ein und senkt bewusst die Hürden für spontane Gespräche im öffentlichen Raum.
Initiiert wurde das Projekt vom im Jahr 2024 gegründeten Netzwerk Frauen Aktiv Finkenwerder gemeinsam mit der SPD-Fraktion Finkenwerder. Ausgangspunkt war eine Umfrage während der letzten Deichpartie, bei der viele Frauen den Wunsch nach einem niedrigschwelligen Ort zum Kennenlernen äußerten. Gerade im öffentlichen Raum fehle es auf Finkenwerder bislang an solchen Angeboten.
Nach Angaben von Carina Oestreich von der SPD setzt die Frauenbank genau an dieser Stelle an. Als gewöhnliche Sitzbank, die durch ihre Farbe und eine Gravur gekennzeichnet ist, soll sie Gesprächsbereitschaft signalisieren, ohne dass ein direktes Ansprechen erforderlich ist. So entstehe eine einfache Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, unabhängig von digitalen Angeboten.
Derzeit ist die Bank noch als schlichte Sitzgelegenheit zu erkennen. Sobald es die Witterung zulässt, spätestens im Frühjahr, soll sie jedoch ihr endgültiges Erscheinungsbild erhalten. Gestaltung und Pflege übernimmt künftig das Netzwerk Frauen Aktiv Finkenwerder, das damit auch langfristig Verantwortung für den Treffpunkt im Stadtteil trägt.
Sergej Balbuzki von der SPD betont, dass die Bank dazu einladen soll, kurz innezuhalten und sich Zeit für Gespräche zu nehmen, die im Alltag häufig verloren gehen. Auch wenn besonders die Situation von Frauen im Blick stehe, sei jeder willkommen, der sich für ein gutes Miteinander einsetzen möchte. Ziel sei es, die Nachbarschaft auf Finkenwerder ein Stück herzlicher und offener zu gestalten.



Gute Idee, dieser Klönbalken. Ist nicht abwertend gemeint, scheint mir aber weniger steif als „Frauenbank“. Sei’s drum. Was die Kommunikation fördert, ist was Gutes.
Man muss feststellen, dass „die Kommunikation“ auf dem Rückzug ist- und damit meine ich nicht die Menge der gesprochenen Worte, sondern deren Inhalt. Man kann es im Internet sehen. Mitte der 90er wurde noch diskutiert, manchmal tapetenlang. Es wurde gescherzt, phantasiert, analysiert… zugegeben nicht nur, aber mehr als heute. Irgendwie scheint niemand mehr Vergügen daran zu finden, einen Gedanken zu entwickeln, ein Thema zu vertiefen oder sich auch nur an der Schönheit der Sprache zu freuen. Selbst heute seltene Angebote wie auf hier auf Scharnberg.de werden kaum genutzt, obwohl es keine Zeichenbegrenzung und seit Neuestem auch keine Verzögerung durch Moderation mehr gibt.
Das spielt gewissen Kreisen in die Hände. Malochen und Maul halten ist gut für die Wirtschaft, gut gegen Wokeness, aber für das menschliche Miteinander ist es lähmend bis tödlich. Dichten und Denken macht keinen Umsatz, hat aber einen großen Wert: Es hilft gegen das Richten und Henken, das eine beängstigende Konjunktur hat.