Filmabend im Kulturhaus: „Kuessipan“ erzählt vom Aufbruch aus dem Reservat
Hamburg – Mit „Kuessipan“ zeigt das Kulturhaus-Kino am Freitag, 16. Januar 2026 um 20 Uhr einen Film, der unter die Haut geht. Die kanadische Produktion von Regisseurin Myriam Verreault eröffnet den Blick auf das Leben in einer Innu-Gemeinde in Québec und erzählt von Freundschaft, Identität und dem schwierigen Spagat zwischen Herkunft und Aufbruch.
Im Mittelpunkt stehen Mikuan und Shaniss, zwei junge Frauen, die in einem Reservat aufwachsen und unzertrennlich sind – bis erste Liebe, Träume und Lebensentwürfe ihre Wege auseinanderdriften lassen. Mikuan will studieren, raus aus dem Ort, während Shaniss an der Gemeinschaft festhält. Die emotionale Spannung zwischen den beiden ist der rote Faden eines Films, der ebenso poetisch wie realistisch ist.
Die Darstellerinnen Sharon Fontaine-Ishpatao und Yamie Grégoire spielen ihre Rollen mit einer Intensität, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt. Viele Szenen wirken dokumentarisch – nicht zuletzt, weil zahlreiche Bewohnerinnen des Dorfs sich selbst spielen und so dem Film eine seltene Authentizität verleihen.
„Kuessipan“ basiert auf dem Roman von Naomi Fontaine und ist eine filmische Liebeserklärung an Québecs indigene Kultur. Erzählt wird auf Französisch und Innu mit deutschen Untertiteln. Dazu reicht das Kulturhaus ausgewählte Snacks und Getränke. Nach der Vorführung gibt es Gelegenheit zum Austausch in entspannter Runde.
Der Eintritt erfolgt gegen Spende. Eine Reservierung wird empfohlen per E-Mail an tickets@kulturhaus-suederelbe.de oder telefonisch unter 040-796 00 48.
Die Vorführung findet statt am Freitag, 16. Januar 2026 um 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) im JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21147 Hamburg.


