Femizid, Trauer und Hoffnung: Jasmin Schreiber liest im JoLa
Hamburg-Süderelbe – Im Rahmen der Reihe „Madame Courage – Diversität und Demokratie weiblicher Stimmen“ liest die Autorin Jasmin Schreiber am Dienstag, 24. Februar 2026 um 18.30 Uhr im JoLa des Kulturhauses Süderelbe, Am Johannisland 2, 21147 Hamburg, aus ihrem Roman „Da, wo ich dich sehen kann“. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.
Jasmin Schreiber, vielfach ausgezeichnete Autorin und studierte Biologin, verbindet in ihrem Werk poetische Sprache mit gesellschaftlicher Relevanz. In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte der neunjährigen Maja, deren Mutter von ihrem Vater getötet wird. Nach diesem Femizid sucht das Kind Halt bei seiner Patentante Liv und findet Trost in der Astrophysik und im Blick zu den Sternen.
Der Roman schildert eine zerrüttete Familie, geprägt von Gewalt, Schweigen und Angst. Nach der Tat gerät Maja zwischen Behörden und Sorgerechtsfragen, während Liv, selbst unsicher und überfordert, versucht, Verantwortung zu übernehmen. Das Buch thematisiert strukturelle Gewalt, gesellschaftliches Wegsehen und die Frage, wie Gemeinschaften reagieren, wenn ein Femizid alles erschüttert.
Literatur als Raum für Austausch und gesellschaftliche Verantwortung
Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit zum Gespräch über Femizide, die Rolle der Sprache in Medien und die Verantwortung von Gesellschaft und Politik. Zugleich geht es um die Kraft der Literatur, schwierige Themen sichtbar zu machen und Perspektiven zu eröffnen.
Das JoLa wird an diesem Abend zu einem Ort des Austauschs in einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Reservierungen sind per E-Mail an tickets@kulturhaus-suederelbe.de möglich.


