Mehr Busse für Süderelbe – doch die Fähren bleiben ein Sorgenkind
Süderelbe – Dichtere Takte, neue Verbindungen und übersichtlichere Linienwege: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 sind mehrere Verbesserungen im Busverkehr im Hamburger Südwesten vorgesehen. Davon sollen insbesondere Fahrgäste in Neugraben, Neuenfelde, Cranz und Finkenwerder profitieren. Gleichzeitig bleibt die Zuverlässigkeit der Elbfähren ein Kritikpunkt.
Eine wichtige Verbesserung betrifft die morgendliche Verbindung aus dem Fischbeker Heidbrook zum S-Bahnhof Neugraben. Die Metrobuslinie 40 soll dort kurzzeitig statt alle fünf Minuten im Abstand von zwei bis drei Minuten fahren. Die Taktverdichtung betrifft damit den Buszubringer zur S-Bahn. DT5 Online
Auch die Aufgaben der Linien 40 und 251 werden neu verteilt. Zwischen dem S-Bahnhof Neugraben und Neckersstücken übernimmt die verdichtete Metrobuslinie 40 das bisherige Angebot der 251. Diese fährt stattdessen vom Bahnhof weiter zum Waldfrieden und ersetzt dort die bisherige Bedienung durch die Linie 40. Zudem werden die Fahrten zu den Haltestellen Heykenaukamp und Zum Dubben vereinheitlicht.
Auf der Linie 150 ist in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag eine zusätzliche Abfahrt um 0.35 Uhr vom Bahnhof Altona bis Airbus vorgesehen. Eine Weiterfahrt nach Neuenfelde und Cranz gehört allerdings nicht zu dieser Ergänzung.
Neue Verbindungen für Neuenfelde, Cranz und das Alte Land
Die Linie 350 soll über ihren bisherigen Endpunkt in der Seehofsiedlung hinaus bis zum S-Bahnhof Neugraben verlängert werden. Dafür übernimmt sie den bisherigen Linienweg der 257. Vorgesehen sind montags bis freitags stündliche und am Wochenende zweistündliche Fahrten. Am Nachmittag kommen werktags zwischen Neuenfelde und Neugraben alle zwei Stunden zusätzliche Fahrten im Wechsel mit der 257 hinzu.
Damit soll das bisherige Angebot zwischen Seehof und Neugraben weitgehend erhalten bleiben. Zugleich erhält die Linie 350 erstmals einen Sonntagsbetrieb zwischen Finkenwerder und der Seehofsiedlung. Gleichmäßigere Abstände und besser unterscheidbare Linienwege sollen die Orientierung erleichtern.
Die Linie 257 konzentriert sich künftig auf die Verbindung Jork–Seehof–S Neugraben im Zweistundentakt. Montags bis freitags wird das Angebot morgens zwischen etwa 4.30 und 7.30 Uhr in Richtung Neugraben auf einen Stundentakt verdichtet.
Neu hinzu kommt die Linie 457 auf dem Weg Königreich–Cranz–Neuenfelde–S Neugraben–Francoper Straße. Sie übernimmt einzelne bisherige Fahrten der Linie 2044 zwischen Königreich und Estebogen sowie Schulfahrten zwischen Cranz, Neuenfelde und Neugraben.
Für Berufspendler und Airbus-Beschäftigte wird außerdem die Regionalbuslinie 2050 Stade–Jork mit fünf bis sechs Fahrten im Berufs- und Schichtverkehr bis Finkenwerder Fähre verlängert. Drei bis vier davon ersetzen zwischen Jork und Finkenwerder bisherige Zusatzfahrten der 2040. Ein morgendlicher Kurs von Stade nach Finkenwerder und eine abendliche Rückfahrt kommen vollständig neu hinzu.
In Cranz ist zudem die Haltestelle „Cranzer Elbdeich (Ost)“ für die Linie 2040 in Richtung Finkenwerder verkehrlich angeordnet worden. Ihre Einrichtung wird zum Fahrplanwechsel erwartet, ist nach dem vorliegenden Planungsstand aber noch nicht abschließend gesichert.
Bei den Fähren zählt vor allem Verlässlichkeit
Während das Busangebot neu geordnet wird, werden auf den HADAG-Linien 62 zwischen Finkenwerder und den Landungsbrücken sowie 64 nach Teufelsbrück weiterhin wiederholte Ausfälle beklagt. Gerade bei Sperrungen und Staus in Waltershof, am Elbtunnel oder an der Köhlbrandbrücke sind diese Elbquerungen für Pendler eine wichtige Alternative.
Die Fahrgastinformation soll unterdessen weiter modernisiert werden. Die bereits begonnene Ausstattung von Fähren und Anlegern mit Echtzeitanzeigen und weiteren digitalen Informationen wird 2026 fortgesetzt. Für Fahrgäste bleibt jedoch entscheidend, dass die angekündigten Verbindungen auch zuverlässig fahren.
