Gefährlicher Engpass am Marmstorfer Weg: CDU fordert Lösungen gegen das Verkehrschaos
Hamburg-Marmstorf – Enge Fahrbahnen, parkende Lastwagen und Busse, die wegen des Gegenverkehrs anhalten müssen: Die Verkehrssituation auf dem Marmstorfer Weg sorgt zunehmend für Ärger und Sicherheitsbedenken. Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg will deshalb handeln und hat drei konkrete Lösungsvorschläge vorgelegt. Besonders der stadteinwärts führende Abschnitt ab der Bushaltestelle Rabenstein steht dabei im Mittelpunkt. Dort parken regelmäßig Lkw und Anhänger am östlichen Fahrbahnrand und erschweren den Verkehrsfluss erheblich.
Nach Schilderungen von Anwohnern und Pendlern hat sich die Situation in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft. Besonders problematisch wird es, wenn Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn dicht am Mittelstreifen unterwegs sind. Dann reicht der verbleibende Platz teilweise nicht aus, sodass entgegenkommende Fahrzeuge ausweichen oder HVV-Busse sogar anhalten müssen.
Nur noch 1,90 Meter Platz – CDU warnt vor Unfällen
Der CDU-Bezirksabgeordnete Thore Bliefernicht, der den Antrag eingebracht hat, sieht dringenden Handlungsbedarf. „Wer stadteinwärts unterwegs ist, ist gezwungen den Mittelstreifen zu überfahren. Zwischen Im Dahlen und Dahlenkamp haben stadteinwärts fahrende Fahrzeuge nur noch 1,9m vom Fahrstreifen übrig. Die Situation ist schwer einsehbar. Es ist eine Frage der Zeit, bis es zu einer Delle oder einem abgefahrenen Spiegel kommt. Wir sollten vorher tätig werden und Lösungen diskutieren“, warnt Bliefernicht.
Um die Situation zu entschärfen, schlägt die CDU drei mögliche Maßnahmen vor. Eine Variante wäre die Einrichtung eines Parkstreifens auf der östlichen Straßenseite, gegebenenfalls verbunden mit einer Verbreiterung der Fahrbahn. Alternativ könnte der vorhandene Mittelstreifen leicht nach Westen verschoben werden, um stadteinwärts mehr Platz zu schaffen. Als dritte Möglichkeit steht ein eingeschränktes Haltverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zur Diskussion.
Mit ihrem Antrag will die CDU erreichen, dass fachkundige Vertreter der zuständigen Stellen in den Ausschuss für Mobilität und Inneres eingeladen werden. Dort sollen die Vorschläge geprüft und mögliche weitere Lösungen erörtert werden.
Polizei sieht bislang keinen Grund für ein Haltverbot
Bereits im Mai hatte sich die CDU an die Polizei und die Verkehrsbehörde gewandt, um die Situation bewerten zu lassen. Das zuständige Polizeikommissariat 46 sieht derzeit allerdings keine ausreichende Grundlage für ein Haltverbot. Nach Einschätzung der Polizei liegt der betroffene Straßenabschnitt nicht in einem Wohngebiet. Außerdem sei die rund zehn Meter breite Fahrbahn grundsätzlich ausreichend, um Begegnungsverkehr zu ermöglichen.
Die CDU will sich mit dieser Einschätzung nicht zufriedengeben, setzt aber ausdrücklich nicht ausschließlich auf ein Haltverbot. Vielmehr sollen unterschiedliche bauliche und verkehrsrechtliche Möglichkeiten betrachtet werden.
„Ich möchte die Lösungsansätze ergebnisoffen diskutieren. Vielleicht haben die Experten noch eine andere Idee, wie man die Situation entschärfen kann. Mir ist wichtig, dass der Verkehr gefahrlos fließen kann“, betont Bliefernicht.
Ob die vorgeschlagenen Maßnahmen tatsächlich weiterverfolgt werden, ist noch offen. Zunächst entscheidet die Bezirksversammlung Harburg am 3. November 2026 über den CDU-Antrag. Für die betroffenen Anwohner und Verkehrsteilnehmer könnte die Entscheidung ein erster Schritt zu einer Entschärfung des Engpasses sein.