Endlich wieder Pause im Höpen: Ehrenamt bringt die Bänke zurück
Seevetal – Spaziergänger können sich im Höpen wieder auf Bänken ausruhen. Nachdem die Gemeinde Seevetal die bisherigen Sitzgelegenheiten aus Haftungsgründen abbauen musste, ist nun durch das gemeinsame Engagement von Politik, Verwaltung und Ehrenamt eine Lösung gefunden worden. Aktuell stehen sechs Bänke bereit, weitere sollen folgen.
Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde die morschen Bänke entfernt und zunächst keine neuen Sitzgelegenheiten aufgestellt. Hintergrund war die Verkehrssicherungspflicht. Die Verwaltung musste davon ausgehen, im Schadensfall haften zu können, wenn etwa ein Ast auf eine dort sitzende Person fällt.
Die fehlenden Bänke wurden von vielen Spaziergängern vermisst. Deshalb suchte die Verwaltung gemeinsam mit politischen Vertretern nach einer praktikablen Lösung. Besonders Stefan Frommann, Berit Rothe und Peter Langenbeck setzten sich für eine Klärung ein und wandten sich auch an Ministerpräsident Olaf Lies.
Neue rechtliche Bewertung macht Rückkehr möglich
Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bewertete die Situation anschließend neu. Demnach kann bei einem möglichen Schadensfall auch berücksichtigt werden, wie eine auf der Bank sitzende Person selbst die Gefahrensituation eingeschätzt hat. Auf dieser Grundlage konnten wieder Bänke im Höpen aufgestellt werden.
Allerdings waren die früheren Sitzgelegenheiten inzwischen zu stark beschädigt. Gleichzeitig standen noch ältere Bänke vom Elbdeich zur Verfügung, die zunächst repariert werden mussten.
Diese Aufgabe übernahmen Ehrenamtliche der Wassermühle Karoxbostel. Sie arbeiteten die Bänke auf und erklärten sich zudem bereit, sich künftig um deren Wartung zu kümmern. Damit wird nicht nur der Höpen wieder attraktiver, sondern auch die Gemeindeverwaltung personell und finanziell entlastet.
Sechs Bänke stehen schon – weitere folgen
Stefan Mundt, zweiter Vorsitzender des Vereins Wassermühle Karoxbostel, berichtet von vielen positiven Reaktionen beim Aufstellen der Sitzgelegenheiten. Für ihn zeigt das Projekt, wie erfolgreich Ehrenamt, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten können, wenn alle an einer gemeinsamen Lösung interessiert sind.
Derzeit stehen sechs Bänke im Höpen. Mindestens drei weitere sollen noch hinzukommen. Damit gibt es für Spaziergänger bald wieder mehr Möglichkeiten, unterwegs eine Pause einzulegen und die Umgebung zu genießen.
