Hamburg

Benzin im Garten, Angriffe auf Einsatzkräfte – Unruhige Silvesternacht im Hamburger Süden

"Silvestertypische" Einsatzlage, so die Polizei

Hamburg – Der Jahreswechsel 2025/2026 brachte für die Polizei Hamburg eine einsatzreiche Nacht mit sich, insbesondere auch im Süden der Stadt. Während sich viele Hamburgerinnen und Hamburger friedlich ins neue Jahr verabschiedeten, mussten Einsatzkräfte in zahlreichen Stadtteilen einschreiten – darunter auch bei einem brisanten Vorfall in Neugraben.

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Gegen Mitternacht soll ein Mann im Rehrstieg im Garten seiner Ex-Frau Benzin ausgekippt haben. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Vor Ort konnte die Polizei keine Feststellungen dazu treffen. Jedoch konnten sie den 43-Jährigen mit Verletzungen im Gesicht antreffen, er wurde durch Passanten festgesetzt. Mit Handfesseln führten die Beamten den Mann der Wache 47 zu. Nähere Hintergründe zu diesem Vorfall sind derzeit noch unklar, eine Gefährdung konnte durch das schnelle Einschreiten jedoch offenbar verhindert werden.

Mehr als 1.000 Einsätze in der Silvesternacht

Insgesamt verzeichnete die Polizei zwischen 18 Uhr am Silvesterabend und 6 Uhr am Neujahrsmorgen 1.398 Einsätze – ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders stark frequentiert waren erneut die Landungsbrücken, die Binnenalster und das Vergnügungsviertel St. Pauli. Während dort mehrere zehntausend Menschen feierten, blieb die Lage mit wenigen Ausnahmen unter Kontrolle. Teilweise kam es zum Wurf von Pyrotechnik auf Personen oder Einsatzkräfte, die Polizei konnte jedoch rasch deeskalieren.

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In Steilshoop, vor allem rund um die Fehlinghöhe, eskalierte die Situation zeitweise. Dort wurden Feuerwerkskörper auf Passanten und Einsatzkräfte abgefeuert. Die Polizei reagierte mit einem erhöhten Kräfteansatz, mehreren Festnahmen und Platzverweisen.

Einsatzkräfte bei Löscharbeiten attackiert

Im Karl-Arnold-Ring in Wilhelmsburg sowie am Alten Teichweg in Dulsberg kam es während Löscharbeiten der Feuerwehr zu Angriffen mit Feuerwerk. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und nahm mehrere Personen in Gewahrsam, um einen reibungslosen Ablauf der Rettungsarbeiten zu sichern. Auch in Harburg, St. Pauli und Lurup wurden Beamte mit Pyrotechnik beschossen. Zehn Polizisten wurden in der Silvesternacht verletzt, ein Beamter musste seinen Dienst abbrechen.

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Trotz der angespannten Lage in einigen Stadtteilen resümiert die Polizei den Jahreswechsel insgesamt als weitestgehend silvestertypisch. Unterstützt wurde die Hamburger Polizei von Kräften aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Der gesamte Einsatz wurde in einer eigens eingerichteten besonderen Aufbauorganisation (BAO) koordiniert.

Redaktion

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